Nachdem wir einem Vulkanausbruch in Island unsere unfreiwillige Verlängerung als Ascheopfer auf Mallorca zu verdanken hatten, sollten wir uns auch zumindest kurz mit der Geschichte von Island befassen.
Der flächenmäßig betrachtet, zweitgrößte Inselstaat Europas hat weitaus mehr zu bieten als Vulkane und Geysire. Die knapp südlich des Polarkreises liegende größte Vulkaninsel der Welt hat eine Landfläche von über 100.000 Quadratkilometern. Die geologische Lage, auf zwei Kontinentalplatten gleichzeitig, ließen auf Island über 30 aktive Vulkane entstehen. Durch die noch immer in Bewegung befindlichen Kontinentalplatten ist Island immer einer intensiven geologischen Aktivität ausgesetzt.
Geschichte und Entdeckung
Offiziell wird in Island der schwedische Wikinger Svavarsson als Entdecker publiziert. Er hat der Insel im Jahre 870 den Namen Gardarsholm gegeben. Im Rahmen von Ausgrabungen entdeckte man jedoch typische norwegische Langhäuser die unter einer Lavaschicht die auf das siebte Jahrhundert datiert wurden.
Politik
Island ist Gründungsmitglied der NATO und seit 2009 potentieller Bewerber für die EU Mitgliedschaft. Die Staatsform ist eine parlamentarisch, demokratische Republik. Wirtschaftlich ist Island hauptsächlich am Fischfang orientiert. Die günstige geographische Lage der Insel, ermöglicht den Fischern die besonders ergiebigen und nahen Fanggründe zu nutzen.
Bevölkerung /Infrastruktur /Städte
Die Einwohnerzahl Islands liegt bei etwa 320.000 Menschen. Die größte Stadt der Insel, Reykjavik, ist mit über 100.000 Einwohnern auch zugleich die Hauptstadt. Nur circa 30.000 Einwohner leben in der zweitgrößten Stadt. Die geringe Bevölkerungsdichte und die extremen Vulkanlandschaften machen Island zu einem besonderen Urlaubsziel für Naturfreunde.
Tourismus /Vulkane
Neben dem Fischfang steht der Tourismus als Wirtschaftszweig an zweiter Stelle. Die Gletscher und Vulkane bieten den Besuchern dieser Insel einmalige Landschaften und Naturschauspiele. Der Badefreund findet in der Blauen Lagune Gelegenheit zur Nutzung des immer wohltemperierten natürlichen Themalbades. Auch Wanderer kommen auf Ihre Kosten. Auf bestens gekennzeichneten Wegen kann man die einzigartige Landschaft und Natur der Vulkaninsel erleben. Der Artenreichtum ist jedoch auf Grund der extremen Wetterbedingungen nicht mit anderen europäischen Ländern vergleichbar.
Der bekannteste feuerspeiende Berg ist wohl der Hvannadalshnúkur im Süden der Insel. Er ist über 2100 Meter hoch und immer noch aktiv. Der Vulkan Snæfell ist aus dem Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jule Verne bekannt. Angeblich befindet sich zu seinen Füssen der Eingang zu einer Höhle, die zum Zentrum unseres Planeten führt. Aber auch auf den Nebeninseln Islands, beispielsweise den Westmännerinseln befinden sich einige sehenswerte aktive Vulkane, wie beispielweise der Surtsey oder der Eldfell.
Ein weiteres Ziel in Island sind die Whale Watching Bootstouren, die sowohl in Reykjavik, als auch in Husavik im Norden der Insel angeboten werden.
Ein Besuch der Insel aus Feuer und Eis lohnt sich auch aufgrund der guten Flug- und Fährverbindungen.