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Wissenswertes zu Vulkanausbruch

Mittwoch, 21. April 2010

Vulkanausbruch

Zu einem Vulkanausbruch kommt es, wenn sich in einem Hohlraum unter einem Vulkan flüssiges Gestein (das Magma) ansammelt, das dabei Gase bildet und deren Druck eine Stärke erreicht, die in der Lage ist, darüber liegendes erstarrtes Gestein (die Erdkruste) zu sprengen und sich durch den Vulkanschlot als Lava ins Freie zu ergießen. Diese Hohlräume, auch Magnakammern genannt, befinden sich in einer Tiefe von etwa 100 Kilometern unter der Erdoberfläche, wo Temperaturen von ungefähr 900 bis 1500 ° C herrschen.

Arten von Vulkanausbrüchen

Effusiver Vulkanausbruch

Ein effusiver Ausbruch ist das Ausfließen von dünnflüssigem Magma, das sich durch sehr große Hitze im Erdmantel gebildet hat. Das Ausströmen des Lava, erfolgt in der Regel langsam und stellt daher keine allzu große Gefahr für Menschen und Umwelt dar. Vulkane, die effusiv ausbrechen, haben meistens großflächige Krater, die mit Wasser gefüllt sein können.

Explosiver Vulkanausbruch

Zu Beginn eines Ausbruchs erhitzt aufsteigendes Magma die Erdkruste auf der Höhe des Grundwasser- oder Meeresspiegels. Dadurch entstehender Dampf sprengt Kanäle in das erstarrte Gestein unter dem Vulkan, die Lava bahnt sich dann oft über mehrere Stunden hinweg explosionsartig ihren Weg ins Freie.

Pliniaischer Vulkanausbruch

Der pliniaische V., auch als Vesuv-Typ bezeichnet, erfolgt mit heftigen Explosionen. Zähflüssige Lava erstarrt unter dem Vulkanschlot und blockiert den Ausgang ins Freie. Der darunter sich erhöhende Gasdruck sprengt im Verlauf des Vulkanausbruchs dann den Ausgang frei. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2000 km/h wird die Glutsäule bis in eine Höhe von 30 km geschleudert, Gase und Vulkanasche können darüber hinaus hunderte von Kilometern in die Atmosphäre aufsteigen und riesige Gebiete in der jeweiligen Windrichtung beeinflussen.

Laharischer Vulkanausbruch

Hierbei entsteht eine bis zu 5 Meter hohe Glutlawine aus Magma, überhitzter Asche und Bimsstein, die mit Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h den Vulkan hinab rollt.

Vulkanausbrüche in der jüngeren Vergangenheit

Eyjafjallajökull, Island, 15. April 2010.
Der Gletschervulkan stieß Aschenwolken bis in Höhen von 11 km aus. Menschen kamen dabei unmittelbar nicht zu Schaden.

Montserrat, Karibik, 25. Juni 1997.
Glutlawinen zerstörten mehrere Ortschaften, wobei mindestens 17 Menschen starben. Die Hauptstadt Plymouth der britischen Kronkolonie wurde in den nachfolgenden Wochen durch die Glut- und Schlammlawinen zerstört, etwa zwei Drittel der Insel wurden unbewohnbar.

Pinatubo, Philippinen, Juni 1991.
Hier handelte es sich um den heftigsten Vulkanausbruch im 20. Jahrhundert, mehr als 1.000 Menschen kamen dabei ums Leben.

Was ist Kontrollierter Sichtflug?

Mittwoch, 21. April 2010

Kontrollierter Sichtflug

Der sogenannte kontrollierte Sichtflug wird häufig damit gleichgesetzt, dass der Pilot mit eingeschränkten Instrumenten fliegt. Er fliegt somit nicht über den Autopiloten aber einige Abläufe laufen dennoch automatisiert ab. Dieses ist aber eine Fehleinschätzung. Ein kontrollierter Sichtflug findet ohne automatischen Instrumenteneinsatz statt. Der Pilot fliegt selber. Kontrollierter Sichtflug wird mit CVFR abgekürzt und dieses steht für controlled visual flight rules. Diese Flugtechnik wird normalerweise nur im kontrollierten Lauftraum C oder auch bei Überlandflügen in der Nacht in einem kontrollierten Luftraum eingesetzt. Es gibt auch den unkontrollierten Sichtflug. Hier hat der Pilot freie Hand und kann nach seinen eigenen Einschätzungen fliegen. Ein kontrollierter Sichtflug findet aber nach den Vorgaben der Bodenstation statt. Die Geschwindigkeit, der Kurs und die Höhe werden von der Bodenstation vorgegeben. Dieses ist oft notwendig da der Luftraum überfüllt ist und die Flieger zueinander immer auf Abstand bleiben müssen.

Kontrollierter Sichtflug und die Voraussetzungen

Der Pilot wird wenigstens zehn Stunden praktisch sowie theoretisch geschult. Er muss die Flughöhe auf 100 Fuß exakt einhalten können. Er darf von der vorgegebenen Geschwindigkeit um nicht mehr als zehn Prozent abweichen. Den Kurs muss der Pilot auf fünf Grad genau einhalten können. Zudem benötigen die Piloten ab FL 100 und darüber hinaus das Flugfunkzeugnis Typ 1. Sie müssen den Flugfunk in englischer Sprache beherrschen. Deutsch allein reicht nun nicht mehr aus. Diese Erfordernisse gibt es so bislang nur in Deutschland. Mit der Ausbildung der europäischen Flugausbildung zu einem Privatpiloten sind diese Inhalte nun bereits enthalten und eine spezielle Qualifikation ist nicht mehr erforderlich. Ältere Flugkapitäne können nachgeschult werden. Diese Regelungen sollen bald für Luftsportgeräte Europaweit gelten. Die Piloten können sich noch weiter qualifizieren und ein kontrollierter Sichtflug kann nachts vollzogen werden. (NVFR night) Es muss dann stets ein Flugplan erstellt werden. Um die Flughäfen nachts anfliegen zu dürfen benötigen diese eine Landebahnbefeuerung.

Die Asche und der kontrollierte Sichtflug

Mit dem Vulkanausbruch in Island sind Unmengen an Asche und Gase in die Atmosphäre ausgetreten und diese Aschewolken erreichen Mitteleuropa. Der Flugverkehr wurde somit in weiten Teilen Deutschlands aus Sicherheitsgründen lahm gelegt. Kritiker meinen, dass dieses übertrieben wäre. Schlimmer wäre es jedoch wenn diese Asche Bedrohung nicht ernst genommen werden würde und ein voll besetztes Flugzeug würde abstürzen und die Menschen würden dabei umkommen. Da auch ein kontrollierter Sichtflug durch die Asche erschwert wird haben sich die Sicherheitsexperten dazu durchgerungen die Flüge in weiten Teilen Deutschlands zu streichen. Die Sicherheit von Menschenleben geht vor.